Genre: Drama, Lovestory, Krieg
Frankreich im Jahr 1563. Der Protestantismus calvinistischer Prägung ist in Frankreich angekommen. Doch die katholische Reaktion lässt nicht lange auf sich warten und so wird die geringe, aber stetig wachsende, protestantische Bevölkerung in der französischen Gesellschaft unterdrückt. Die Hugenotten insbesondere im Süden Frankreichs und im kleinen Königreich Navarra nahe Spanien, leisten jedoch Widerstand. Katharina de Medici, die eigentliche Herrscherin Frankreichs, will dem entgegentreten. Ihre beiden Söhne Karl IX. und D’Anjou zeigen in diesem Kampf Schwäche und Henri, der junge Prinz von Navarra, vitale Stärke. Katharina de Medici muss nachgeben und macht Henri ein Friedensangebot, welches er, des Kampfes müde, annimmt. Zu diesem Frieden gehört auch, dass Henri Margot, die Tochter der Medicis, in Paris heiratet. Doch schon während der Hochzeitsfeierlichkeiten schlagen die Katholiken zu: Sie richten unter den angereisten protestantischen Hochzeitsgästen ein Blutbad an. Ungefähr 30.000 Hugenotten sterben in dieser Bartholomäusnacht.
Deutschland 2010
Regie: Jo Baier
Drehbuch: Jo Baier, Heinrich Mann (Roman)
Produktion: Regina Ziegler, Hartmut Köhler
Musik: Henry Jackman, Hans Zimmer
Kamera: Gernot Roll
Julien Boisselier: Henri IV.
Joachim Król: Agrippa
Andreas Schmidt: Du Bartas
Roger Casamajor: Rosny
Armelle Deutsch: Margot
Chloé Stefani: Gabrielle
Fazit:
Faszienierende und berührende Verfilmung über einen der bekanntesten französichen Könige, die – wenn auch geschichtlch nicht ganz korrekt – auf der Leinwand perfekt umgesetzt wurde. Der Film ist zudem auch wieder ein gutes Beispiel dafür, dass Historienproduktionen aus deutschen Landen in den meisten Fällen gut gelingen. Wer auf düsteres und dramatisches Mittelalterkino steht, ist mit diesem Film gut beraten, denn „Henri IV.“ ist ein wirklich beeindruckendes und bildgewaltiges Epos, dass auch solchen Filmen wie „Die Bartholomäus-Nacht“ in Nichts nachsteht.











