Schotten, die ihr mit Wallace geblutet habt,
Schotten, die Bruce oft geführt hat,
Willkommen zu eurer Blutstatt,
Oder zum Sieg.
Hier ist der Tag, jetzt die Stunde;
Sieh die Front der Schlacht drohen;
Sieh die Streitmacht des stolzen Edwards sich nähern –
Ketten und Sklaverei!
Wer wird ein Verräter sein?
Wer wird eines Feiglings Grab füllen?
Wer ist so niedrig, ein Sklave zu sein?
Lasst ihn umkehren und fliehen!
Wer wird für Schottlands König und Gesetz
Das Schwert der Freiheit kräftig schwingen,
Der freie Mann stehe oder der freie Mann falle,
Lasst ihn mir folgen!
Bei den Leiden und Schmerzen der Unterdrückung!
Bei euren Söhnen in Ketten der Unterwerfung!
Unsere liebsten Adern werden wir leeren,
Aber frei werden sie sein!
Schlagt die stolzen Thronräuber nieder!
Tyrannen fallen mit jedem Feind!
Freiheit ist in jedem Hieb!
Lasst es uns tun, oder sterben! (Robert Bruce)
Lughnasad (gesprochen: Luu-na-sah) wird am 01. August gefeiert und ist ein großes Lichterfest. Das Fest liegt zwischen Sommersonnenwende und dem Tag der Herbst-Tag-und-Nacht-Gleiche. Angeblich soll der Gott Lug dieses Fest zu Ehren seiner Amme nach deren Tod eingeführt haben. Gefeiert wurde es auf ihrem Grabhügel. Jene Zeit von August bis zum Einbringen der Ernte galt als ein existentieller Zeitraum, da die Ernte immer wieder aufs Neue von Dürre, Gewitter, Schädlingen oder auch Bränden bedroht war. Für den Fall eines Ernteausfalls war der gesamte Stamm Hunger und Tod ausgeliefert. Aus diesem Grund kam es in früheren Zeiten zur Einführung unzähliger Erntefeste, die von August bis September andauerten, und in den die Menschen, die Gnade der Götter erbaten.
"Ich bin vielen von uns in den 5000 Jahren begegnet. Und du warst von allen der Beste, MacLeod." Methos zu Duncan in "Die letzte Chance"
Die damit einhergehenden Zeremonien sind heute nicht mehr bekannt. Logische Schlüsse lassen sich nur nach aus den Sagen und Legenden der Energiesteine ziehen. Demnachch muss es früher eine ganze bestimtme Lichtverbindung zwischen Himmel und Erde gegeben haben, die den Menschen durch Priester in aller Ausführlichkeit vorgeführt wurde. So muss am Höhepunkt der zu Lughnasad vorgenommenen Handlungen ein Energieübertritt erfolgt sein, eine sog. Himmelfahrt. Möglicherweise handelte es sich dabei um eine Lichtsäule oder Ähnliches. Der Gott Lug war zur Zeit der Kelten eine allgemein bekannte Gottheit, dessen Name Licht, der Scheinende oder auch der Helle bedeutete. Er nahm in der keltischen Religion einen hohen Stellenwert ein und wurde mit einem Beinamen versehen - „Der mit dem langen Arm“. Dieser Arm wird immer wieder als Sonnenstrahl oder auch Blitz interpretiert. Bei den Blitzen unterscheidet man zwei Arten. Diejenigen die vom Himmel zur Erde hinunter kommen und die, die vom Erdboden in den Himmel aufsteigen. Bei beiden findet eine große Energieentladung statt, welche in unzähligen Sagen und Legenden beschrieben wird. Unbekannt ist bis heute, ob diese Lichterscheinungen von den Priestern vorgetäuscht wurden, oder ob sie den natürlichen Gegebenheiten bestimmter Plätze oder Steine entsprungen sind. Die sog. Keltenschanzen sind solche Orte. Sie wurden an eben diesen Engergieorten errichtet. Sie dienten dazu, Blitze anzuziehen, um die umliegenden Felder und Wälder zu schützen. Daraus wird ersichtlich, dass sowohl die Kelten als auch die Druiden eine wirklich ganz hevorragende Kenntnis der verschiedenen Energiearten hatten und sich diese zunutze machten. Das was in den Keltenschanzen künstlich erschaffen wurde, gab es nämlich auch in der Natur. In den Keltenschanzen wurden diverse Erze, Metalle, Sand und Kies übereinander geschichtet. Diese Stätten waren so mit Energie aufgeladen, dass auch Krieger, ehe sie in die Schalcht zogen, dort ihre Tänze abhielten und sich mit Energie voll pumpten. Das Ganze muss als eine Art Droge angesehen werden, denn auf ihre Feinde wirkten die Krieger oftmals unmenschlich. Sie hatten etwas Berserkermäßiges an sich.
"Ich bin vielen von uns in den 5000 Jahren begegnet. Und du warst von allen der Beste, MacLeod." Methos zu Duncan in "Die letzte Chance"
Viele Sagen und Legenden berichten von aufrecht stehenden Steinen, die geleuchtet haben sollen und den entsprechenden Ort voll ausgeleuchtet haben. Hier wurden dann auch die sog. Spiraltänze durchgeführt. Daraus ist zu schließen, dass noch bis weit in die Neuzeit die starke Energie solcher Plätze bekannt war. Jene Orte befanden sich meist auf Bergspitzen oder ganz besonderen Lichtungen. Bekanntestes Beispiel dafür aus der jüngeren Vergangenheit ist der Erfinder Werner von Siemens. Der war beim Besuch der Cheopspyramide in Ägypten durch seinen Führer aufgefordert wurden, seine Hand mit gestrecktem Finger gen Himmel zu richten, woraufhin er ein Prickeln verspürte. Als er zu einem späteren Zeitpunkt aus einer Weinflasche trinken wollte, bekam er einen elektrischen Schlag verpasst. Nachdem er die Falsche mit feuchtem Papier umwickelte, sprühten Funken. Der entsetzte Araber, der ihn geführt hat, wollte ihn angreifen, weil er das Ganze für Hexerei hielt. Siemens richtete daraufhin die Flasche gegen sie, worauf sie einen elektrischen Stromschlag erhielten und flohen.
"Ich bin vielen von uns in den 5000 Jahren begegnet. Und du warst von allen der Beste, MacLeod." Methos zu Duncan in "Die letzte Chance"
Gerade in den Alpendörfern und –städten gibt es unzählige Hinweise auf Lugnasadh. Dort sind die Maria-Schnee-Kirchen zu finden. Maria-Schnee war ein Fest, das jedes Jahr am 05. August gefeiert wurde, und somit ziemlich zeitnah zu Lugnasadh, das immer am 01. August stattfand. Die Maria-Schnee-Kirchen stehen werden irgendwie immer mit Sagen, Mythen und Legenden in Verbindung gebracht. Bei derlei Geschichten steht sehr oft ein heiliger und schimmernder Stein im Mittelpunkt, der sich heute in unzähligen Kirchen oder ganz in deren Nähe befindet. Offensichtlich muss an solchen Stätten um die Zeit von Lugnasadh herum, die Energie auf einem Höhepunkt gewesen sein, was dazu führte, das bestimmte Personengruppen in Trancezustände versetzt wurden und dadurch Licherscheinungen warnehmen konnten. An diesen Orten wurden dann – dem religiösen Hintergrund entsprechend – entweder Gottheiten, Engel oder die Mutter Maria gesehen. Ein gutes Beispiel dafür ist die Stadt Lourdes. Hier erblickte die Heilige Bernadette auf einem Felsen, der den Namen „Massabielle“, was so viel bedeutet wie „strahlender Stein“, die Jungfrau Maria. Maria-Schnee-Kirchen findet man nur auf windumpeitschten Bergkuppen, die eine weite Sicht gewähren.
"Ich bin vielen von uns in den 5000 Jahren begegnet. Und du warst von allen der Beste, MacLeod." Methos zu Duncan in "Die letzte Chance"
Zu den Mythen, die es mit besagten Steinen gibt, kommen noch unzählige Sagen hinzu, nach denen solche Steine als „Sitz Gottes“ bezeichnet werden. So wird Petrus auch als Fels tituliert. Felsgeborenen Sachsen nannte man Petroi. Und Saxo, der Urvater aller Sachsen, war ein Fels. Mithras trug den Zusatznamen Felsentsprossener. Eine Energiebündelung, die von den Priestern zu ganz bestimmten Zeiten sichtbar gemacht werden konnte oder die einfach von selbst sichtbar wurde, ist auch der Grund, warum Gott vielen Menschen in einem Stein erschien. Diese Orte waren Orte mit großer mystischer Energie und zudem selten.
"Ich bin vielen von uns in den 5000 Jahren begegnet. Und du warst von allen der Beste, MacLeod." Methos zu Duncan in "Die letzte Chance"
Vielerorts wurde Lugnasad mit Spiraltänzen gefeiert, also solchen Tänzen, die zu Ehren der Sonne aufgeführt wurden. Man bezweckte damit, die ohnehin schon aufgeladenen Orte noch weiter zu aktivieren. Zusätzlich gabes bei derelei Festivitäten auch noch Feldumgehungen, die darauf abzielten, eine gute Ernte zu erhalten.
"Ich bin vielen von uns in den 5000 Jahren begegnet. Und du warst von allen der Beste, MacLeod." Methos zu Duncan in "Die letzte Chance"
Lughnasad, das keltischen Ursprungs ist, hat noch einen anderen Namen, der lautet Lammas und kommt aus dem Sächsischen. Bekannt ist das Fest auch als Schnitterfest, weil sie zu diesem Zeitpunkt die Getreidefelder geschnitten und das Korn eingebracht wird, weswegen in diesem Zeitraum oftmals Erntedankfeste gefeiert werden. All diesen Sachen liegt die die Vorstellung zugrunde, dass es weder Anfang noch Ende gibt und alles Neue aus dem bereits Bestehenden hervorgeht.
"Ich bin vielen von uns in den 5000 Jahren begegnet. Und du warst von allen der Beste, MacLeod." Methos zu Duncan in "Die letzte Chance"